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Fliessgwässer erforschen und daten vergleichen

Bioindikation, Hydrologie und Datenvergleich

Eckdaten

Stufen:
Zyklus 3
Lektionen:
10–15
Exkursion:
Ja
Jahreszeiten:
Herbst, Frühling

Biologische und chemisch-physikalische Untersuchung eines Fliessgewässers und Vergleich mit bestehenden Daten

Die Klasse untersucht die Wasserqualität eines Fliessgewässers mit zwei wissenschaftlichen Methoden: Makroinvertebraten werden gesammelt, anhand von Leitformgruppen bestimmt und die biologische Gewässergüte abgeleitet (Bioindikation); zusätzlich werden bis zu sieben chemisch-physikalische Parameter gemessen und ausgewertet (Hydrologie). Anschliessend verorten die Lernenden ihre Ergebnisse auf der Gewässerkarte der Schweiz und vergleichen sie mit Daten anderer Standorte – ein authentischer Forschungsprozess am ausserschulischen Lernort, ergänzt um die Arbeit mit bestehenden Daten.

Einbettung: Dieses Modul ist Teil des Lernangebots «Wie geht es unserem Fliessgewässer» von GLOBE Schweiz. Das Gesamtangebot umfasst vier Module, die unabhängig voneinander eingesetzt werden können. Modul 1 – «Wie geht es unserem Fliessgewässer – was hat das mit mir zu tun?» – bildet den BNE-Rahmen und beinhaltet die drei weiteren Module: «Fliessgewässer erforschen», «Fliessgewässer – Daten lesen und verstehen» sowie «Fliessgewässer erforschen und Daten vergleichen». Dieses Modul «Fliessgewässer erforschen und Daten vergleichen» verbindet die Untersuchung vor Ort (Bioindikation und/oder Hydrologie – die Lehrperson wählt den methodischen Schwerpunkt) mit der Auswertung und dem Vergleich bestehender Daten auf der Gewässerkarte der Schweiz.

Problemstellung: Schweizer Fliessgewässer sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Doch wie lässt sich ihr Zustand objektiv beurteilen? Die Schülerinnen und Schüler gehen dieser Frage entlang des Forschungszyklus nach: Vermutungen formulieren, Makroinvertebraten sammeln und bestimmen sowie chemisch-physikalische Parameter messen, Ergebnisse auswerten, die eigenen Daten auf der Gewässerkarte verorten und mit anderen Standorten vergleichen, Zusammenhänge erkennen und den Forschungsprozess reflektieren. Erst beide Methoden gemeinsam ergeben ein vollständiges Bild: Die Bioindikation macht die Wasserqualität der vergangenen Wochen und Monate sichtbar, während die chemisch-physikalischen Messungen eine Momentaufnahme liefern.

Fokus: Wissenschaftliches Arbeiten & Datenkompetenz

  • Wissenschaftliche Methode anwenden
  • Makroinvertebraten als Bioindikatoren bestimmen
  • Chemisch-physikalische Parameter messen
  • Zusammenhänge erkennen und erklären
  • Forschungsprozess reflektieren
  • Eigene Daten verorten und vergleichen
  • Daten visualisieren und kritisch beurteilen